Archiv für November 2011

Mord auf der Ehrenburg

November 30, 2011

 

 

Exklusives Menütheater ist nur eine Attraktion im Dezember

 

 

Das schwarze Amulett

 

Die Vorstellungen des neuen mittelalterlichen Dinnerkrimis auf der Ehrenburg an der Mosel gehen sich laut Geschäftsführer Harald Peinzke gut an. Mit rund 70 Besuchern im rustikal eingedeckten Rittersaal finde sich genau der richtige Rahmen für das drohende Unheil in dem phantasievoll gestrickten Fünf-Akter. Bestgelaunt und vergnügungswillig empfingen die Zuschauer denn bereits vier Mal den munter musizierenden Spielmann und die anderen historischen Figuren. Die vor 700 Jahren spielende Geschichte rund um Geld, Macht und Liebe serviert dem sich stets einbringenden Publikum gleich im zweiten Akt die erste Leiche. Mit einem raffinierten Trick inszeniert konfrontiert das Darstellerteam die Theatergäste mit der dahinscheidenden Figur. Fortan stellt sich natürlich die Frage, wer den Mord begangen hat. Bevor man die Auflösung im fünften Akt erleben darf, speist man sich müßiggehend durch Wildessenz mit Gemüse, Feldsalat an süßsaurem Dressing, krosse Entenbrust in Orangensoße und köstliches Mandelmousse mit Biskuitküchlein.

 

Weitere Aufführungen sind am 9. und 10. sowie am 16. und 17. Dezember, Karten kosten 69 Euro.

 

 

Sternenzeit

 

Ganz ohne Eintrittsgeld öffnet sich das Tor der Ehrenburg, wenn an diesem Sonntag, dem 4. Dezember, die „Sternenzeit“ mit Chorgesang, Handwerk zum Mitmachen, Spiel und
Wettstreit sowie kräftigem Eintopf und heißem Punsch am offenen Hoffeuer ausgerufen wird. Weihnachtlich gemütlich verspricht es denn zwischen Zinnen und Rittersaal zu werden, wenn etwa die Filzerin ihre Kunst zur Schau stellt und Kinder wie Erwachsene ihre selbst gestaltete „wollene Christbaumkugel“ mit nach Hause nehmen können. Aber auch Töpfer Walther, Schmied Wenzel und der Trogschnitzer Reinmar lassen sich an dem Tage nicht nur über die Schulter schauen, sondern laden zum eifrigen Mittun ein. Musikalisch begleiten werden den zweiten Adventssontag die SängerInnen vom Vokalensemble “Les Arts Du Chant e.V.” aus Emmelshausen und beim traditionellen Werfen der magischen Wunschzapfen in die Glut des Feuers wird so mancher fromme und auch weniger fromme Wunsch in den Winterhimmel entsandt…

 

 

Arx Obscura

 

Wer in diesem Jahr die Ehrenburger Kulturkleinodien vermisst hat, findet eine kleine Überraschung im Nikolausstiefel: der bekannte Schauspieler Jürg Löw gibt sich am Dienstag, dem 6.12. ab 19 Uhr die Ehre, deklamiert, rezitiert und geleitet hoch zu Ross und fackelbewehrt in die unterirdischen Gefilde der Ehrenburg. Unter dem Titel „Arx Obscura“ erwartet den geneigten Zuschauer eine literarische Reise durch die dunkle Jahreszeit. Dass es dabei nicht allzu düster auf der „Finsteren Burg“ wird, dafür sorgen sowohl Texte von Georg Kreisler und Robert Gernhardt als auch kleine musikalische Einlagen der Burgspielleute. Der Eintrittspreis beträgt 12 Euro, eine Voranmeldung ist erbeten.

 

 

Wer die Veranstaltungen besuchen will und noch mehr wissen möchte oder auch ein individuelles und besonderes Weihnachtsgeschenk in Gutscheinform sucht, dem wird telefonisch unter 02605 3077 oder im Internet auf www.ehrenburg.de und www.mittelalterkrimi.de geholfen.

 

   

Heiße Momente an kühlen Tagen

November 15, 2011

Premiere des neuen Dinner-Krimis der Ehrenburg und Brunch am Sonntag

Fast alle sind sie an diesem Freitag und Samstag um 19 Uhr wieder da, die heimlichen Publikumslieblinge vom letzten Jahr: Helmbrecht, der widerliche, um die Burgherrin freiende Kölner Kaufmann, der scharfsinnige Franziskanermönch Bruder Georg, ein komischer Spielmann – und natürlich die biestige Burgherrin Agnes. Der Autor der kriminalen Ehrenburg-Saga dichtete dieses Jahr zur Steigerung des Amüsements aber noch weitere Figuren hinzu: So amüsant wie  gruselig dürfte daher die Magd Elsbeth im Stück wirken – sie beschwört in diesem Vier-Gang-Menü mit Schauspiel auf entrückte Art und Weise die alten Götter, die vor der Christianisierung in unseren Breitengraden angerufen wurden und macht sich der Hexerei verdächtig. Niemand anders als der feine und fiese Inquisitor Freile Ramon Diez de Burgos spricht die ungeheuerlich finstere Anschuldigung aus und zieht den allgemeinen Widerwillen auf sich. Wie verirrte sich ein Inquisitor aus Spanien auf die Ehrenburg? Und welche Rolle spielt die Tante der Burgherrin, Frau Godelint von Wyhl? – Um nichts geringeres als „Das schwarze Amulett“ des biblischen Joseph von Arimathea dreht sich hier aller Ehrgeiz. Bauernschlau, wie er ist, kam der Kölner Kaufmann an diese geheimnisvolle Reliqiue. Mehr darf nicht verraten werden, schließlich soll Überraschung bleiben, wer ermordet wird, wer der Täter ist und wie heiß die im Vier-Gang-Menü servierte Suppe wirklich gegessen wird.

Nachdem alle Ermittler beim Krimi heiße Spuren verfolgt haben, geht es am Sonntagmorgen ab 11 Uhr beim „Ehrenburger Frühgelage“ – neudeutsch Brunch – ebenfalls heiß und musikalisch weiter. Auf dem großen Büfett dampfen Rührei, Würstchen und hausgemachte Frikadellen um die Wette mit heißen Getränken und allem anderen, was das kulinarische Frühstücks- und Mittagessens-Herz begehrt.  Zum Auftakt der Brunch-Reihe jeden Sonntag zwischen 11 und 15 Uhr spielt am 13. November das „Nu-Jazz-Trio“ aus Koblenz milde Bluenotes, gut verdaulichen Be-Bop und berauschenden Swing zum Essen.

Reservierungen für Dinner-Krimi und Frühgelage sind telefonisch unter 02605 3077 oder über die Homepage www.ehrenburg.de zu bekommen.


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